Von der Leyen lässt sich - abermals - entschuldigen ...
Rubriken: Internetzensur in Deutschland
Schlagworte: anschuldigungen, indien, internetzensur, von der leyen
... für Ihre Anschuldigung, Indien und andere Länder würden kein ausreichendes Strafverfolgung für Kinderpornografie vorweisen können.
Nachdem unsere sehr geschätzte Familienministerin dies in den Raum warf, und auch Indien bereits auf die harsche Kritik reagiert hatte, meldete sich am vergangenen Mittwoch Nachmittag nun auch einer ihrer Sklaven Sprecher zu Wort: "Erste Überprüfungen haben ergeben, dass der Hinweis korrekt ist." Dies fand allerdings auch nur auf Nachfrage von Heise statt. Die Basis für die Anschuldigungen gegenüber Indien bildete Infomaterial des International Center for Missing and Exploited Children (ICMEC), welches allerdings aus 2006 stammt.
Fortsetzung:
Scheinbar verließ man sich auch auf die Aktualität der Quelle, denn man bedaure, dass "die jüngste Entwicklung in Indien" noch nicht in eben dieser berücksichtigt worden sei. Der Sprecher bewertete eben diese jüngsten Entwicklungen als "sehr erfreulich". Kein Wunder, redet er dabei doch vom großen Schritt der indischen Regierung in Richtung Überwachungsstaat. Und das möchte Frau von der Leyen ja auch bei uns erreichen. Um natürlich von diesem Wunsch abzulenken, wird schnell noch eine UNICEF-Studie von 2004 nachgeschoben, die festgestellt haben soll, "dass die Hälfte aller weltweit für gewerbsmäßige sexuelle Dienstleistungen missbrauchten Kinder aus Indien kommt". Das lässt die ganze Angelegenheit doch gleich in einem besseren Licht erscheinen. Des Weiteren möchte man natürlich aus seinen Fehlern lernen und betont, wie wichtig es sei, "die internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen Kinderpornographie zu stärken". Dies beträfe auch den Bereich Forschung mit entsprechenden Studien. Vielen Dank für Ihre Stellungnahme, Frau von der Leyen.
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16.07.09 04:49:23, 
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